Graue Wölfe: Der türkische Rechtsextremismus in Deutschland und in der Türkei
Termin
Mi. 19.03.2025, 19.00 - 20.30 Uhr >>> Online
Online-Vortrag mit Diskussion
Eine Veranstaltung des Kompetenzzentrums Demokratie und Menschenwürde der Katholischen Kirche Bayern in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie
Beschreibung
In der Online-Diskussionsreihe "Radikal Rechte Refugien", werden unterschiedliche Subkulturen und Anknüpfungspunkte radikal-rechter Akteur:innen diskutiert. In jeder Sitzung wird eine Lebenswelt radikal-rechter Akteur:innen gesondert behandelt. Ziel ist es dabei, ein tiefgreifendes Verständnis der diversifizierten radikal-rechten Strukturen, Strategien und Ideologien zu entwickeln, um demokratie- und menschenfeindliche Akteur:innen sowie deren Ideologiefragmente besser erkennen und entgegentreten zu können.
Der türkische Rechtsextremismus stellt mit etwa 12.000 Anhängern die zweitgrößte extrem rechte Bewegung in Deutschland dar. Die Bewegung ist auch bekannt unter den Namen "Graue Wölfe" oder Ülkücü-Bewegung. In den 1970er-Jahren waren die extremen Nationalisten mit ihrer Partei MHP Teil von Regierungskoalitionen. Gleichzeitig organisierten sie über die paramilitärischen Grauen Wölfe den Straßenterror gegen Linke und waren in den 1970er Jahren verantwortlich für hunderte politische Morde.
Gegenwärtig ist die MHP seit 2015 de facto Partner der Regierungspartei AKP und beeinflußt die türkische Regierungspolitik maßgeblich.
Die Ideologe des türkischen Rechtsextremismus ist zutiefst geprägt von autoritären, nationalistischen, rassistischen, antisemitischen und queerfeindlichen Elementen. Ebenso auffällig ist das Verschwörungsdenken im türkischen Rechtsextremismus, die von zahlreichen Feindbildkonstruktionen unter anderem gegen Armenier, Juden, Kurden und allgemein gegen den Westen geprägt ist. Organisatorisch sind die Moscheevereine und sonstige soziokulturelle Vereine, die Ende der 1970er Jahre und Anfang der 1980er Jahre entstanden sind, die tragende Säule des türkischen Rechtsextremismus in Deutschland. Diese Vereine können aufgrund ihren lokalen Verankerung einen relevanten Teil der türkeistämmigen Bevölkerung in Deutschland erreichen und politisch beeinflussen.
Dr. Ismail Küpeli ist Projektkoordinator "bei Dersim 1937/38" an der Ruhr-Universität Bochum (https://www.sowi.ruhr-uni-bochum.de/dersim/koordination.html.de) und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt "Grauzone Graue Wölfe - Handlungsstrategien im Umgang mit der ultranationalistischen Ülkücü-Bewegung" (https://ibim.info/grauzone-graue-woelfe-handlungsstrategien-im-umgang-mit-der-ultranationalistischen-uelkuecue-bewegung/).
Der türkische Rechtsextremismus stellt mit etwa 12.000 Anhängern die zweitgrößte extrem rechte Bewegung in Deutschland dar. Die Bewegung ist auch bekannt unter den Namen "Graue Wölfe" oder Ülkücü-Bewegung. In den 1970er-Jahren waren die extremen Nationalisten mit ihrer Partei MHP Teil von Regierungskoalitionen. Gleichzeitig organisierten sie über die paramilitärischen Grauen Wölfe den Straßenterror gegen Linke und waren in den 1970er Jahren verantwortlich für hunderte politische Morde.
Gegenwärtig ist die MHP seit 2015 de facto Partner der Regierungspartei AKP und beeinflußt die türkische Regierungspolitik maßgeblich.
Die Ideologe des türkischen Rechtsextremismus ist zutiefst geprägt von autoritären, nationalistischen, rassistischen, antisemitischen und queerfeindlichen Elementen. Ebenso auffällig ist das Verschwörungsdenken im türkischen Rechtsextremismus, die von zahlreichen Feindbildkonstruktionen unter anderem gegen Armenier, Juden, Kurden und allgemein gegen den Westen geprägt ist. Organisatorisch sind die Moscheevereine und sonstige soziokulturelle Vereine, die Ende der 1970er Jahre und Anfang der 1980er Jahre entstanden sind, die tragende Säule des türkischen Rechtsextremismus in Deutschland. Diese Vereine können aufgrund ihren lokalen Verankerung einen relevanten Teil der türkeistämmigen Bevölkerung in Deutschland erreichen und politisch beeinflussen.
Dr. Ismail Küpeli ist Projektkoordinator "bei Dersim 1937/38" an der Ruhr-Universität Bochum (https://www.sowi.ruhr-uni-bochum.de/dersim/koordination.html.de) und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt "Grauzone Graue Wölfe - Handlungsstrategien im Umgang mit der ultranationalistischen Ülkücü-Bewegung" (https://ibim.info/grauzone-graue-woelfe-handlungsstrategien-im-umgang-mit-der-ultranationalistischen-uelkuecue-bewegung/).
Ansprechpartner*in
- Dr. Karsten KreutzerDirektor
- Christiane WennerDirektionssekretariat
Veranstalter
externer Veranstalter



