Jedes künstlerische Werk ist ein Versuch, das Leben und seine vielfältigen Ausprägungen und Erscheinungen in einer Weise zu fassen, die es bis dahin in genau dieser speziellen Form noch nicht gab. Dabei begegnen wir, als Betrachterinnen und Betrachter künstlerischer Werke, immer wieder (hoffentlich) auch eigenen Lebenserfahrungen, wenngleich die Kunst oftmals weiter gefasst zu sein scheint als unser »wirkliches« Leben. Dieser Spannung, der Frage nach Wahrheit und Wirklichkeit im Werk, und dem Prozess der Formfindung möchte dieser Workshop Raum geben.
Sowohl im Gespräch mit der Künstlerin als auch im eigenen kreativen Zugreifen auf die Werke der Ausstellung werden wir uns dem großen Begriff des Kunstwerks annähern und auch das Gefühl der Unzulänglichkeit – das neben dem Gestaltungswillen ganz wesentlich zum künstlerischen Prozess dazugehört – in den Blick nehmen. »Fassung« wird dadurch zum Spiel und Spielraum für alle, die das Werk wahrnehmen.



