Unter dem Reihentitel »Digitaler Diwan« laden wir jeweils einen Kreis von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Arbeits- und Forschungszusammenhängen ein, um die gesellschaftlichen Auswirkungen der digitalen Revolution zu diskutieren. In der nächsten Folge am 16. März wollen wir uns mit der Frage nach einer »Digitalen Ethik« beschäftigen. Seit dem Bekanntwerden der »Chat-GPT« genannten künstlichen Intelligenz hat dieses Thema eine ganz neue Konjunktur bekommen.
Zum ersten Mal in der wissenschaftlichen Diskussion erscheint der Begriff »Digitale Ethik« im Jahr 2009. Zentrale Themen der Digitalen Ethik waren bisher die Ökonomisierung und die digitale Transformation der Arbeitswelt, Persönlichkeitsschutz und Datenschutz. Diskutiert wird auch, welche Werte sich durch die Digitalisierung verändern, z. B. Werte wie die Privatheit und die Autonomie von Individuen.
Daneben gewinnt die Digitale Ethik immer mehr im Zusammenhang mit der Entwicklung Künstlicher Intelligenz und autonomer Robotik an Bedeutung. Berührungspunkte bestehen auch mit der Maschinenethik, die die Möglichkeiten von »Moral Machines« und die Frage untersucht, ob Maschinen zu moralischem Verhalten fähig sind.
Ob und unter welchen Bedingungen ethische Fragestellungen in diesem Bereich überhaupt sinnvoll Anwendung finden, soll das Gespräch im Rahmen der Reihe »Digitaler Diwan« erörtern.
Neben den Expertinnen und Experten, die Sie aus den früheren Folgen kennen, haben wir für dieses Themenfeld mit Dr. Christian Dries einen Referenten eingeladen, der uns in das Thema einführen wird.
Dipl.-Pol. Christopher Coenen (ITAS, Karlsruhe)
Dr. Christian Dries (Digitalethik, Thales-Akademie, Freiburg)
Dr. Josephine Hofmann (Fraunhofer IAO, Stuttgart)
Dr. Philipp Kellmeyer (Neurologie, Freiburg)
Prof. Dr. Gerhard Lauer (Buchwissenschaft, Mainz)
Dr. Fruzsina Molnár-Gábor (Akademie der Wissenschaften, Heidelberg)
Leitung: Josef Mackert